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[Alienor Belus]
Name: Alienor Belus Alter: 24 Geschlecht: weiblich Rang: Offizierin der 2. Armee von Univa Rasse: Mensch
Aussehen:
Alienor ist von normalem Wuchs, schmal, blass und dunkelhaarige. Der fast schwarze Ebenholzton ihrer Haare bildet einen starken Kontrast zu der farbloswirkenden Iris der Augen, die einen merkwürdigen Grauton haben, der sie sehr kalt wirken lässt. Ihrer fürs Schlachtfeld zu zart wirkende Figur, ebenso wie dem lästigen Umstand, dass sie als Frau – und zudem verhältnismäßig untrainierte Frau- eher deplatziert wirken könnte, versucht sie durch strenge Kleidung zu kaschieren. Andererseits spielt sie ihre weibliche Seite gerne aus. Ihre Kleidung ist demnach vom Anlass abhängig uniformartig oder formell geprägt, allerdings immer hochwertig. Meist verbirgt sie sich in einem weiten Mantel in charakteristisch leuchtendem dunklem Rot. Ihr Blick wird oft als durchbohrend und hochmütig beschrieben, was durch den Umstand unterstützt wird, dass sie – im wahrsten Sinne des Wortes – die Nase hoch erhoben trägt. Dies schmälert ihre durchaus vorhandene Ansehnlichkeit. Die langen Haare trägt sie meist aus dem Gesicht gebunden, damit sie bei eventuellen Zusammenstößen nicht stören. Wenn sie mit der Armee längere Zeit unterwegs war, (und gesellschaftliche Anlässe nicht zu erwarten waren), sah man sie durchaus auch schon mit jungenhaft kurzen Haaren.
Charakter:
Alienor ist die Tochter eines führenden Militärs der Truppen Setos. Ihre Familie ist Setos seit seinen ersten Machtbestrebungen treu ergeben. Sie hat ihr ganzes bisheriges Leben in dem Weltverständnis verbracht, dass Setos glorreiche Herrschaft das Heil über die Menschen ihrer Welt gebracht hat und der gottgleiche Herrscher mit allen Mitteln zu schützen du zu unterstützen ist.
Alienor ist intelligent aber starrsinnig und hat ein beschränktes Blickfeld. Nur ihre Meinung darf gelten. Sie zählt zu den großen Strategen des Reiches und kann eine gefährliche Gegnerin für all jene werden, die die Dummheit begehen, Setos Herrschaft nicht zu akzeptieren. Allerdings versteckt sie sich dabei lieber hinter den Truppen ihres Vaters.
Obwohl sie die Bequemlichkeit liebt, in der sie aufgewachsen ist, wünscht sie sich tief im Innersten verborgen Aufregung in ihrem Leben. Die Hoffnung, eines Tages ihr Leben für ihr heeres Ziel riskieren zu können, um dann von allen bejubelt dem Herrscher entgegentreten zu können, hat sie dazu gebracht, die Truppen ihres Vaters zu unterstützen. Notfalls vertraut sie aber auch ihrer Durchschlagkraft auf dem Diplomatischen Parkett, deren Anlässe zudem ihrer Eitelkeit schmeicheln. Da sie aus einer Militärfamilie stammt, wurden ihr Grundzüge in Ausdauertraining und Waffengang näher gebracht, um die sie sich aber so oft es ging drückte. Alienors Charakter wird beherrscht von ihrer Geltungssucht und ihrem Wunsch nach Ruhm. Ihre starrköpfige Sichtweise verbaut ihr oft kritisches Denken. Trotz dieser Schwächen ist sie eine ernst zu nehmende Kämpferin, wenn sie vielleicht auch körperlich unterlegen ist. Ihr Stolz und ihre Überzeugung wecken in ihr eine ernstzunehmende innere Stärke.
Herkunft: Mediru
Biographie:
Im Jahr 33 n.S. geboren, wuchs Alienor im Luxus der Günstlinge des neuen Herrschers auf. Ihre Familie gehört zum engeren Bekanntenkreis der Setos. In ihrer Jugend schwärmte Alienor längere Zeit für Arian, wodurch sie einige Zeit etwas Interesse an der üblichen Grundausbildung der reichen Jugend zeigte. Der Wunsch, Arian zu beeindrucken und ihm vielleicht sogar einmal ihre Ergebenheit im Kampf beweisen zu können, ist tief in ihrem Inneren immer noch vorhanden. Bis zu ihrem achten Lebensjahr wurde Alienors Leben vor allem von ihren älteren Brüdern bestimmt, die mit ihr Übungskämpfe in den Gärten ihrer Familie nachspielten. In der Aufregung wurde ihre schwache magische Begabung allerdings übersehen und auch nie weiter ausgebildet. Die elementlose Magie, die Alienor unbewusste nutze, um sich zum Beispiel beim Verstecken spielen einen Vorteil zu verschaffen, wirkte zwar in ihr, ist ihr bisher aber nie als etwas Besonderes aufgefallen. Nachdem ihr Privatunterricht mit 12 durch ein Mädchenpensionat ersetzt wurde, lernte Alienor die gesellschaftlichen Regeln und Verhaltensweisen kennen. Mit 16 begleitete sie ihren Vater das erste Mal aufs Schlachtfeld. Überzeugt hatte sie dazu ihr ältester Bruder, den sie sehr bewunderte. Da dieser gerade offizielles Mitglied der väterlichen Militärbrigade geworden war und seinen Stolz kaum verhehlen konnte, ließ sich Alienor in Erinnerung an die Kinderspiele von seiner Begeisterung anstecken. Das Soldatenleben behagte ihr nicht unbedingt, auch wenn sie in der Unterbringung des Imperators natürlich komfortabler schlafen konnte als die Fußsoldaten. Was ihr allerdings gefiel, war das Herumkommandieren der Untergeben, und dies praktizierte sie auch ausgiebig. Ihr Bruder wurde als erster auf ihre durchaus taktischen und fundierten Befehle aufmerksam, die sie zum Spaß durch das Lager brüllte.
Der tiefste Einschnitt in Alienors Leben begab sich schon einige Tage später. Inzwischen hatte sie sich schon gut in dem Lageralltag eingelebt und fühlte sich von den übrigen Mitgliedern der Armee auch zum Großteil freundlich aufgenommen. (Das dies auch durch die hohe Stellung ihres Vaters begünstigt sein könnte war ihr nur wenig bewusst, sie glaubte an ihre Unfehlbarkeit und ihr Charisma.) Ihr Bruder wurde zusammen mit einigen anderen als Anführer eines einfachen Routinespähauftrags abkommandiert. Stolz folgte Alienors Blicke ihm, als er und die anderen das Lager verließen. Gegen den ausdrücklichen Wunsch Alienors hatte diese auf Verfügen des Vaters hatte sie zurückbleiben müssen, tröstete sich aber damit, dass sie hier immerhin die Möglichkeit hatte, sich im großen Badezuber des Imperators zu waschen. Die Nachricht traf schon einen halben Tag später ein. Ein Bote wurde vor ihren Vater geladen, der völlig erschöpft und übel zugerichtet war. Er berichtete, von einem Überfall der verstreuten Rebellen auf den Spähtrupp. Alienor durchflutete bei dieser Nachricht eisiger Hass auf diejenige, die es wagten, sich gegen die gottgleiche Herrschaft ihres Idols zu stellen. So von ihren Gedanken in Anspruch genommen, überhörte sie fast die wirkliche Hiobsbotschaft. „Kommandant Belus…euer Sohn…er…“, der Bote stotterte nur, sich den Ausmaßen der katastrophalen Folgen dieser Mitteilung nur allzu bewusst. Barsch schnitt Alienors Vater ihm das Wort ab. Er wolle kein Herumgestottere, wie gehe es dem Jungen. Erst durch das leise, kaum merkliche Zittern in der Stimme des Vaters, wurde Alienor die Tragweite des Ereignisses klar. Ein eisiger Stoß fuhr ihr in das sonst so hochmütige Herz, als sie des aufkommenden Lärms von draußen gewahr wurde. Mit einem erstickten Aufschrei stürzte sie hinaus und sah hinter einem Tränenschleier menschliche Überreste, die auf einer Bahre langsam herangetragen wurden. Nur das herunterbaumelnde Schwert mit dem Familienabzeichen und das Offiziersabzeichen, zeugten von der Identität der Leiche. Bevor Alienor noch irgendetwas denken oder tun konnte, fühlte sie die schwere Hand des Vaters auf ihrer Schulter, eine seltene Berührung. Langsam zog er sie zurück in die Unterbringung. Seine folgende Erklärung zog an ihr nur vorüber. Was sie allerdings behielt, war die Verpflichtung stark zu sein. Niemals Schwäche zeigen, du bist etwas Besonderes – das hatte sie schon früh gelernt, nun sollte sie es beweisen. Der Vater machte ihr einiges klar.
Schlussendlich behielt Alienor von diesem Ereignis vor allem eins: Die Gefährlichkeit, sein Herz an bestimmte Personen außer der eigenen zu hängen. Und eine noch tiefere Überzeugung und Ergebenheit ihrem Herrscher gegenüber gepaart mit Hass auf die Rebellen. Ihre folgende Laufbahn erstreckte sich über eine strategische Ausbildung unter den Hauptmännern ihres Vaters. Ihre Kampftechnik wurde ebenfalls gefördert, auch wenn sie hier nie die Perfektion ihrer taktischen Fähigkeiten erlangte. Ihre Stärke liegt nicht in der Körperkraft, was sie so gut es geht durch Schnelligkeit und geschickten Umgang mit Schwert und Dolch auszugleichen versucht. Kleinere Aufgaben offenbarten ihr organisatorisches Talent und sie stieg bald in die höhere Riege der militärischen Berater auf. Zurzeit ist sie mit der Armee ihres Vaters auf Univa stationiert.
Element: Erde (inaktiv)
Statpunkte Stärke: 5 Geschwindigkeit: 7 Ausdauer: 7 Nahkampf: 7 Fernkampf: 0 Elementarmagie:0 Elementlose Magie: 1 S-Mode: 2
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